Neu in der Franzosenkoppel
"Hören und Lernen" - Systemische Hörtherapie
Systemische Hörtherapie als lerntherapeutische Begleitmaßnahme in der Ganztagsgrundschule Franzosenkoppel
Unsere erfolgreich arbeitende Lerntherapeutin Tabea Müller hat eine Zusatzausbildung in systemischer Hörtherapie absolviert. Sie bietet diese Therapie an für Kinder mit
- Entwicklungsverzögerungen im motorischen, sprachlichen oder psychischen Bereich
- Schulschwierigkeiten, insbesondere Lese- Rechtschreibschwäche, Konzentrationsstörungen
- Auditiven Wahrnehmungsstörungen
- Fehlhörigkeit
- Hyperaktivität
- Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom ADS
- Verhaltensauffälligkeiten wie emotionale Hemmung, Ängstlichkeit, Aggressivität .
Die Systemische Hörtherapie ist eine Behandlungsmethode, die sich bei Wahrnehmungsstörungen bewährt hat. Sie stimuliert den Hörsinn mit Musik und Sprache und hilft den Klienten, vielfältige Prozesse des Hörsinns zu verbessern.
Als therapeutisches Klangmaterial wird Musik von Mozart verwendet, die über spezielle umgebaute Kopfhörer den Klienten zu hören gegeben wird. Aktive Übungen, ausführliche Gespräche und ggfs. weitere Wahrnehmungsangebote sind zusätzliche Elemente der Hörtherapie.
Weshalb „Hörtherapie“ ?
Auf diese Frage gibt es viele Antworten, denn Hören ist bedeutsam für viele Fähigkeiten von uns Menschen. Über das Hören lernen wir die Sprache. Hören ist auch beteiligt an unserer Orientierung im Raum. Das Hören tiefer Töne und Klänge lässt uns intensiv unseren Körper spüren. Nicht von ungefähr liegen unser Innenohr und das Gleichgewichtsorgan nah beieinander. Beeinträchtigungen des einen oder anderen Organs führen oft zu fehlender Aufmerksamkeitssteuerung und Unruhe. Auch wenn das Ohr die Fähigkeit zum Hören hat, bedeutet das noch nicht, dass die gehörte Information wirklich im Gehirn richtig verarbeitet werden kann.
Der Zusammenhang zwischen Gleichgewichtsstörungen und Aufmerksamkeitsdefizit lässt sich z. B. auch durch diesen Zusammenhang erklären: Ein Kind, das infolge unsicheren Gleichgewichts ständig damit beschäftigt ist, seine Stabilisierung im Raum aufrecht erhalten zu müssen, ist kaum in der Lage, anderen Menschen aufmerksam zuzuhören, da es unwillkürlich pausenlos mit sich selbst beschäftigt sein muss.
Deshalb finden wir bei gleichgewichts-gestörten Kindern im Regelfall auch ein Aufmerksamkeitsdefizit.
Die in dieser Weise gestörten Kinder erleiden in der Schule immer wieder Niederlagen, auf die sie mit gesteigerter Aggressivität oder Resignation reagieren.
Gleichgewichtsstörungen, deren Kompensation bis zum Eintritt in die Schule nicht gelingt, führen unvermeidlich zu Lernstörungen, oft in Kombination zu Verhaltensstörungen.
Eine eingeschränkte auditive Wahrnehmungs –und Verarbeitungsstörung bedeutet auch, dass die Unterscheidung ähnlich klingender Laute schwerfällt und die Merkfähigkeit beeinträchtigt ist. Die Verarbeitung von Gehörtem ist verlangsamt, das Zuhören ist sehr anstrengend, das wiederum führt zu Erschöpfung, verkürzter Konzentration, eingeschränkter Aufmerksamkeit und motorischer Unruhe.
Bei Aufmerksamkeitsstörungen ist die medikamentöse Behandlung oft die letzte Möglichkeit, der Not der Kinder beizukommen. Die Erfahrung zeigt, dass durch die Hörtherapie die Dosis einer medikamentösen Behandlung reduziert werden kann oder sogar überflüssig wird.
Wie geht die Therapeutin vor?
Zunächst wird ein spezielles Hörprofil erstellt, in dem die Verarbeitung im Ohr und die Wahrnehmung im Gehirn gemessen werden.
Ein individuell zusammengestelltes Therapieprogramm verändert durch die klangliche Stimulation die auditive Wahrnehmung. Nach Ablauf der Therapieeinheiten wird erneut ein Hörprofil erstellt, das in der Regel die deutlich verbesserten Fähigkeiten abbildet.
Informationen bei Frau Tabea Müller, Telefon: 040-5079 7575
oder Sprechzeit nach Vereinbarung
